STÜCKE - DETAILS

MORAL von Felix Dvorak

nach Ludwig Thoma
7 D / 11 H

Die „Feine Gesellschaft“ einer österreichischen Bezirkshauptstadt der Jahrhundertwende trifft sich im Haus des angesehenen Bürgers Beermann, nebenbei Kandidat der liberal-konservativen Partei für den Wiener Reichsrat und Präsident des heimischen Sittlichkeitsvereins. Es wird über das, was „deutsch“ ist, über Moral und Politik diskutiert. Doch die Vertreter der Gesellschaft werden von der Mitteilung über die Verhaftung der eleganten Kurtisane Ninon de Hauteville überrascht, wobei sich, zur persönlichen Betroffenheit der meisten männlichen Honoratioren, herausstellt, dass ein peinlich genau geführtes Tagebuch dieser Dame von der Polizei beschlagnahmt worden ist. Alle versuchen, unter dem Vorwand der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sittlichkeit, einen Prozess niederzuschlagen. Beermann selbst schreckt nicht davor zurück, das Tagebuch zu stehlen. Nun: die Dame muss so diskret wie möglich entlassen werden. Da sie auch noch, sie muss die Stadt verlassen, eine Abfindung verlangt, sieht sich der Sittlichkeitsverein zur Zahlung dieser Summe gezwungen, - Hauptsache ist: die „Moral“ ist wiederhergestellt…

Felix Dvorak