FRANZOBEL, -

DER LEICHENVERBRENNER

Karel Kopfrkingl ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater. Vorbildlich ist er auch an seinem Arbeitsplatz, dem Krematorium. Er hat alle Verordnungen verinnerlicht und ist ein leidenschaftlicher Verfechter der Feuerbestattung als hygienischste aller Bestattungsmöglichkeiten. Er möchte Roman genannt werden, weil er so romantisch ist und beschäftigt sich mit Tibet und dem Dalai Lama. Als sein alter Kamerad Reinke ihm mit den Ideen der Nationalsozialisten bekannt macht, kommt Kopfrkingls Weltbild ins Wanken. Schleichend erliegt er den Verführungen und sein familiäres Idyll wird demaskiert.  

Ladislav Fuks hat mit seinem bitterbösen Roman den aufkommenden Faschismus in der Tschechoslowakei thematisiert. Franzobel hat aus dieser Parabel über Opportunismus und Mitläufertum zu einer stringenten Bühnenfassung verdichtet und den bitterbösen Humor der Vorlage durch Franzobelschen Sprachwitz bereichert.

4 D    13 H

Sprechtheater - Schauspiel

Besetzungshinweis: Doppelbesetzung möglich

Werkangaben: Dramatisierung nach dem Roman von Ladislav Fuks