KÖVARY, Georg / VASZARY, Johann von

HEIRATE NIE EINEN ENGEL

Jeder Mann wünscht sich einen wahren Engel zur Frau. Doch was passiert, wenn dieser wirklich vom Himmel fällt?
Thomas Kirsch, Eigentümer der Hardware-Firma Cherry verkündet seinem besten Freund nach andauernden Enttäuschungen mit Frauen: „Wenn du jemals hörst, dass ich geheirtate habe, dann ist ein Engel vom Himmel herabgestiegen.“
Und genau das geschieht. Ein echter Engel kommt in einem UFO, und Thomas heiratet das himmlische Wesen.
Diese außergewöhnliche Eheschließung beschert dem Computerfachmann eine Menge Schwierigkeiten; der Unschuldsengel passt nicht in unsere Zeit. So etwas Naives, Gütiges, Ehrliches verträgt die heutige Gesellschaft nicht. Bereits bei der Party, auf der ihr stolzer Gatte sie seinen Freunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern präsentieren will, vergrämt sie alle durch ihr von Prüderie geprägtes moralisches Verhalten. Sie schleudert jedem unangenehme Wahrheiten ins Gesicht. Thomas ist verzweifelt.
Einige Damen in ihrer Umgebung des frischgebackenen Ehemannes erbarmen sich seiner Frau und führen sie in die zeitgemäßen Gepflogenheiten ein. Das Motto der Unterrichtsstunden: „Die Männer wollen, dass wir schlecht sind!“
Die himmlische Ehefrau erweist sich als gelehrige Schülerin und versteht es sogar, mit ihrer neu erworbenen Hemmungslosigkeit ihrem Mann zu helfen. Sie geht mit Harry Gordon, dem Besitzer der Software-Firma Plum ins Bett. Sie tut es einzig und allein, weil dieser Mann für ihren Ehegespons außerordentlich wichtig ist.
Nach vollzogener Untreue, die der Engel wahrheitsgemäß gesteht, sieht Thomas die Wahrheit vor lauter Bäumen nicht. Er ist verzweifelt, ohrfeigt seine Frau und streitet – bis sie endlich versteht, richtig zu lügen. Nun, da seine Frau ihm scheinbar treu geblieben ist, ist er zufrieden. „Der heutige Tag hat uns einander nähergebracht. Die menschlichen Schwächen und Fehler. Jetzt bist du endlich so, wie ich dich haben wollte.
Die Erde ist kein Ort für Engel.

9 D    7 H

Sprechtheater - Schauspiel

Bearbeiter: Georg Kövary

Dekorationen: 3

Werkangaben: KOMOEDIE