CAPEK, Karel

R.U.R.

Während die liebenswert-freundlichen Herren vom R.U.R.-Trust Roboter in immer besserer Ausführung von Robotern schaffen lassen, verkommt die arbeitslos gewordene Menschheit im sinnlos gewordenen Paradies. Sie bekriegt sich mit Soldatenrobotern, die – mit aufkommender eigener Bewusstseinswerdung – die Gewehre auf die befehlende Menschheit richtet und vernichtet. Nur einer bleibt übrig. Doch das Produktionsgeheimnis für die Roboter ging bei dem Kampf verloren – den Maschinen droht nun der eigene Untergang. Die einzige Chance für einen Neubeginn liegt in einem Mann und einer Frau, die sich in biblischer Menschheitsdämmerung neu entdecken.

So wir des letzten Endes gleichgültig, ob die Roboter menschlich werden oder die Menschen den Robotern immer ähnlicher und so das ausstirbt, was Goethe oder die Griechen der Antike „Mensch“ nannten. Z7usätzlich erinnert die Revolte der Roboter nicht zufällig an die Arbeiteraufstände dieser Zeit. Von der russischen Revolution bis zu den Ereignissen in Deutschland am Ende des Kaiserreiches und in der Weimarer Republik. Die Menschheit geht an einer Entwicklung zugrunde, die mit einer Hybris des „alles ist mit Hilfe der Technik machbar“ begann und sich seit der Uraufführung des Dramas 1923 deutlich beschleunigt hat.
Frank Neumann

4 D    10 H

Sprechtheater - Schauspiel

Übersetzer: Kruntorad, Paul

Dekorationen: 3