PEVNY, Wilhelm

SATISFACTION

Roswitha hat Ada nach dem Krieg in ihren Laden aufgenommen.
Ada bedankt sich durch Hingabe und Fleiß.
Roswitha nimmt Ada zu sich in die Wohnung.
Ada sieht in ihr eine Mutter.
Roswitha bestimmt Adas Disziplin bis in die kleinste Tätigkeit.
Ada beginnt zu leiden.
Roswitha macht durch den Fleiß ihrer Angestellten aus ihrem Laden drei.
Die Angestellten wollen mehr Lohn oder sich selbstständig machen.
Ada verteidigt Roswitha ihren Kollege gegenüber.
Roswitha erniedrigt Ada.
Ada hofft, einen der Läden übernehmen zu dürfen.

Hertie baut einen Supermarkt.
Roswitha stößt ihre Läden ab.
Ada sucht nach dem Grund, warum ihre Hoffnung auf einen der Läden fehlschlug.
Sie macht sich selbst verantwortlich.
Sie war nicht genug arbeitsam.
Sie war nicht unterwürfig genug.

Roswitha stirbt.
Ada rettet das Sparbuch vor den Erben.
Endlich verfügt sie über Geld.
Endlich kann sie tun, was sie will.

Ada Popp hat sechzig für ihre Freiheit gearbeitet.
In diesen sechzig Jahren nahm sie Unfreiheit in Kauf.
Denn es war ihre Hoffnung, dass einmal ihr Tag kommen werde, an dem sie ihr bisheriges Leben vergessen könnte.

Kann sie sechzig Jahre der Unterwerfung abstreifen?

1 D    2 H

Sprechtheater - Schauspiel

Uraufführung: 24.X.73 am WLT Castrop-Rauxel

Dekorationen: 1