PLATTNER, Martin

ANTIMORTINA

Zehn Kinder hat die Mutter gehabt, sieben Buben und zwei Mädel, beim letzten ist sie sich nicht sicher. Es ist anders als die anderen neun. Lebt es nur in ihrer Einbildung? Ist es ein zu Tode Erinnertes? Kann sie es halten oder verliert sie es an die rote Sängerin, der das Kind in blinder Verehrung folgen will? Die Mutter blickt aus dem Panoramafenster, das sie nie wollte und wird von den Nachbarinnen, der rechten Witwe und der linken Braut gefüttert und kontrolliert. Kann sie das Kind, das es nicht gibt, zurückhalten, in dem sie es verleugnet? Ein schmerzhaftes Stück über Angst und Isolation, ein sprachliches Meisterwerk.

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Sprechtheater - Schauspiel

Besetzungshinweis: 5 Personen