SOYFER, Jura

ASTORIA

Die Idee einer exaltierten Dollarmillionärin ist es, einen fiktiven Staat zu gründen. Der Vagabund Hupka, verführt von seinen Träumen von einer Welt der Menschenwürde ohne Arbeitslosigkeit und Ausbeutung, lässt sich von ihr als ersten Staatsbürger einkaufen. Gemeinsam mit Börsenhyänen, abgetakelten Politikern und Adeligen gründet er den Staat Astoria, der all seinen Träumen von einer besseren Welt zu entsprechen scheint.

Durch astronomische Gewinne aus Erdölspekulationen wird das fiktive Astoria, das bald auch eine eigene politische Geschichte, geographische Lage, Sprache, Nationalhymne und Volkstum hat, finanziert.

Als Hupka erkennt, dass seine früheren Ideale nicht mehr mit der bereits etablierten Machtposition von Astoria zu vereinen sind, zieht er die Konsequenzen. Er kehrt auf die Landstraße zurück, da er sich seiner „unrühmlichen Karriere und Staatsangehörigkeit“ schämt.

2 D    5 H

Sprechtheater - Schauspiel

Uraufführung: 1984 KARLSRUHE