HAGG, Nicolaus

1914 - ZWEI WEGE IN DEN UNTERGANG

Nicolaus Hagg begibt sich in die Tage vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die historischen Ereignisse sind bekannt. Trotzdem keimt in den spekulativen Szenen die Hoffnung auf, dass alles anders hätte kommen können. Doch die Fäden wurden gezogen, und die Figuren erfüllten ihre Rollen. In parallelen Szenen zwischen Belgrad, Sarajewo und Wien steuert alles dorthin, was uns die Geschichtsbücher bis heute lehren. Und doch stellt sich ein Gefühl von „was wäre wenn“ ein. Die übergangenen Warnungen an den Thronfolger, aber auch die Zweifel der Attentäter erzeugen eine emotionale Spannung, die bekannte Kriegsbilder in Schwarz-Weiß in Farbe taucht. Zwei Wege in den Untergang: Als könnte man Franz Ferdinand und Sophie aufhalten, in den Wagen zu steigen, als könnte man Gavrilo Princip überreden, nicht zu schießen. Als könnte man die Geschichte umschreiben.                         

3 D    8 H

Sprechtheater - Schauspiel