KLEINERE TASCHENKUNSTSTÜCKE, FAST EINE CHINOISERIE
Das verspätete absurde Stück läßt die Eifersucht antonias auf ihren anselm menschliche Gestalt annehmen, bis tatsächlich ein junges Mädchen, aimo, erscheint, dem das Kakteentöpfchen auf die Schulter gefallen ist, und das sich deshalb beschweren will. Als aber antonia zu ihrem Bruder zurückkehrt, zaubern sich anselm und aimo in den chinesischen Park, füttern chinesische Schwäne und sind verschwunden, als die eifersüchtige antonia durch den Hausmeister petterson die Wohnung aufbrechen läßt. Das Klopfen in der Kiste verrät ihr aber das versteckte "Frauenzimmer", das sie mit vielen Stichen durch die Kiste tötet. Umgekehrt wieder meint anselm, in der Kiste sei ein „Mannsbild" antonias versteckt, das er mit vielen Schüssen aus seinem Revolver erledigt. Da petterson einen Überfall vermutet, erscheint er als Letzter in der Wohnung, findet in der Kiste zwei „Leichen", wirft aber an ihrer Stelle Papageienfedern, Perlhalsbänder, Räucherkerzen, Briefmarkenalben und "weiß gott was noch alles" heraus. Das hochdeutsch geschriebene Stück lebt von den poetischen Einfällen der zarten Zuneigung zwischen Bruder und Schwester und der noch zarteren Liebe anselms zu aimos, die imstande ist, beide fortzuzaubern, in fremde Länder, nach China, verschwinden zu machen und selber unsichtbar zu werden, in Märchenstimmungen zu entschweben.
2 D 2 H
Sprechtheater -
Dekorationen: 1