Eine zarte, unerfüllte Liebe zwischen dem alternden Schriftsteller Turgenjew und der jungen Schauspielerin Marija Sawina.
Petersburg 1879: Die junge Schauspielerin Marija Sawina feiert mit Turgenjews Ein Monat auf dem Lande einen großen Erfolg. Der über sechzigjährige Schriftsteller Iwan Turgenjew sieht die Aufführung und ist von Sawinas Darstellung tief beeindruckt. Aus der ersten Begegnung entsteht eine von Bewunderung, geistiger Nähe und wachsender Zuneigung geprägte Beziehung.
In Gesprächen und Briefen nähern sich der alternde Schriftsteller und die junge Schauspielerin einander an. Sie sprechen über Theater und Literatur, über Liebe und künstlerische Freiheit, über Russland und Turgenjews Leben im Ausland. Sawina wird für ihn zunehmend zum Inbegriff von Jugend, Heimat und einem Leben, das ihm selbst zu entgleiten beginnt. Doch der Altersunterschied, Turgenjews Bindung an Pauline Viardot und Sawinas eigene Beziehungen lassen eine gemeinsame Zukunft unmöglich erscheinen. Turgenjew erkennt, dass seine Liebe unerfüllt bleiben wird, während Sawina um ihre persönliche und künstlerische Unabhängigkeit ringt.
Bei ihrer letzten Begegnung 1882 sind beide bereits von Krankheit gezeichnet. Sawina heiratet später, hält jedoch an ihrer tiefen Verbundenheit mit Turgenjew fest. Auch er schreibt ihr, dass sie bis zuletzt einen besonderen Platz in seinem Herzen behalten werde. Nach Turgenjews Tod 1883 liest Sawina noch einmal seine Briefe und verabschiedet sich von ihm auf der Bühne – mit jenem Stück, durch das sie einander kennengelernt hatten.