Acht Tage Nizza

(Côte d'Azur)
Lustspiel in 3 Akten

André Birabeau / Georges Dolley

Die Telefonistin Hélène Duval ist hoffnungslos in ihren Chef Léon Brodier verliebt. Der kühle Geschäftsmann nimmt von ihrer Liebe allerdings keinerlei Notiz und steht unmittelbar vor der Hochzeit mit Yvonne Cazin. Hélènes Kollegen wollen ihr den Kummer ersparen. Als Suzanne bei einer Lotterie acht Tage Nizza samt Luxuszug und Palacehotel gewinnt, überlässt sie die Reise Hélène, damit diese während der Hochzeit ihres Chefs nicht in Paris ist.

Doch ausgerechnet im Riviera-Express begegnet Hélène ihrem Chef. Herausgeputzt und in der Rolle einer mondänen Dame ist sie für Brodier nicht wiederzuerkennen – und plötzlich verliebt er sich Hals über Kopf in die geheimnisvolle Fremde. Seine gerade geschlossene Ehe gerät augenblicklich ins Wanken. Zurück in Paris sucht Brodier verzweifelt nach der unbekannten Frau, ohne zu ahnen, dass sie täglich an seiner Telefonzentrale sitzt.

Als sich die Verwechslungen schließlich auflösen, erkennt Brodier, wen er im Zug tatsächlich kennengelernt hat. Er will Hélène heiraten – allerdings ist auch sie verheiratet. Am Ende setzt sich die Liebe dennoch durch: Brodier küsst Hélène und fragt sie, ob sie noch Angst habe, seine Frau zu werden. „Jetzt gar nicht mehr“, antwortet sie – und übernimmt augenzwinkernd sogar seinen Lieblingssatz: „Hoffentlich hab ich mich deutlich genug ausgedrückt.“
6D 7H
Statisten
Komödie, Schauspiel
UA: 16. 01.1931, Théâtre de l'Odéon, Paris
Übersetzung:
Siegfried Geyer