Ein Tag im April

(Un giorno d'aprile)

Aldo De Benedetti

Ein Sonntag im April genügt, um zwei Leben aus der gewohnten Bahn zu werfen.
Anne Albani ist seit vielen Jahren mit Pierre verheiratet. Ihre Ehe ist äußerlich intakt, doch Pierre hat seine Frau mit zahllosen flüchtigen Seitensprüngen gedemütigt. Anne hat diese Affären lange hingenommen – bis sie wissen möchte, ob ihr Mann überhaupt noch eifersüchtig auf sie werden kann. In einem kleinen Lokal außerhalb Roms begegnet sie dem jungen Serge und lässt sich bewusst auf eine kompromittierende Situation mit ihm ein. Wenig später erscheint in einer Zeitung ein Foto, das Anne und Serge in verfänglicher Nähe zeigt. Die Provokation löst einen Skandal aus: Nicht nur Pierre ist getroffen, auch Tochter Laure und Schwiegersohn Leonard fürchten um ihren gesellschaftlichen Ruf und Leonards diplomatische Karriere. Anne erkennt die Doppelmoral einer Familie, die Pierres Untreue jahrelang selbstverständlich akzeptiert hat, nun aber sie verurteilt.

Anne weigert sich, allein die Konsequenzen zu tragen, und ist schließlich bereit, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Doch der Skandal bewirkt genau das, was sie ursprünglich gesucht hat: Pierre sieht seine Frau plötzlich mit anderen Augen. Hinter Eifersucht und Verletzung erkennt er, wie viel sie ihm noch bedeutet. Statt der endgültigen Trennung kommt es zur Versöhnung – beide entdecken ihre Liebe neu.
3D 4H
Schauspiel
Übersetzung aus dem Italienischen:
Erni Friedmann