Ein gutmütiger Idealist entdeckt in einer Welt aus Macht, Beziehungen und Opportunismus, dass Anstand manchmal Rückgrat braucht.
Nach einem Weltkrieg ist die Gesellschaft aus den Fugen geraten: Bombenschäden, Hunger, Mangelwirtschaft und Schwarzmarkt bestimmen den Alltag, während einflussreiche Funktionäre und Wohlhabende ihre Beziehungen nutzen, um sich Vorteile zu verschaffen. In einer Villengegend einer Großstadt treffen privilegierte Familien auf Dienstboten, einfache Leute und Kriegsheimkehrer – und hinter der wiederhergestellten bürgerlichen Fassade werden Opportunismus, Korruption und soziale Ungerechtigkeit sichtbar.
Mittendrin steht Beato, ein gutmütiger Idealist, dessen Friedfertigkeit von seiner Umgebung zunächst als Schwäche belächelt wird. Doch er erkennt, dass das Gute nicht genügt, wenn es aus Rücksicht oder Feigheit schweigt. Er beginnt sich gegen den skrupellosen Baron und die mächtigen Nutznießer der Verhältnisse aufzulehnen, deckt Denunziation und Amtsmissbrauch auf und zwingt schließlich auch seine Umgebung, Stellung zu beziehen. Aus dem vermeintlich harmlosen „Engel“ wird ein Mann mit Rückgrat.
Am Ende wird der Baron als Kriegsgewinnler und Profiteur des Unglücks zur Rechenschaft gezogen. Doch Schischmanow belässt es nicht bei einem einzelnen Schuldigen: Der „Teufel“ kann jederzeit in neuer Gestalt wiederkehren. Entscheidend ist, ihn zu erkennen, ihn beim Namen zu nennen und ihm entgegenzutreten.