Der Alpenkönig und der Menschenfeind

Ferdinand Raimund

Wer die ganze Welt für schlecht hält, sollte einmal sich selbst begegnen.
Der wohlhabende Rappelkopf hat nach schlechten Erfahrungen jedes Vertrauen in die Menschen verloren. Von seiner Familie fühlt er sich betrogen, seine Frau Sophie verdächtigt er der Untreue, und die Liebe seiner Nichte Malchen zu August will er verhindern. Sein Menschenhass macht schließlich auch das Leben seiner Familie und Dienerschaft unerträglich. Der Alpenkönig Astragalus beschließt einzugreifen: Durch Zauberkraft nimmt Rappelkopf die Gestalt seines Schwagers Silberkern an und muss nun erleben, wie sein vermeintliches Ebenbild mit seiner Familie umgeht.

In der fremden Gestalt erkennt Rappelkopf nach und nach, wie sehr Misstrauen und Verbitterung seine Wahrnehmung bestimmen. Er erfährt, dass Sophie ihm treu geblieben ist, und beginnt sogar, Malchens Liebe zu August zu akzeptieren. Die Konfrontation mit sich selbst führt ihn schließlich zur Einsicht und Versöhnung.

Felix Dvorak strafft und modernisiert Ferdinand Raimunds Zauberspiel, verstärkt den komödiantischen Ton und konzentriert die Handlung auf Rappelkopfs Menschenhass und seine durch den magischen Rollentausch ausgelöste Selbsterkenntnis.
11D 10H
2 Kinder, Mehrfachbesetzungen
Schauspiel
Bearbeitung: Felix Dvorak