Ein Held

(Egy hős)
Trauerspiel in fünf Akten

Melchior Lengyel

Während eine ganze Gesellschaft den Krieg bejubelt, riskiert ein Mann für den Frieden seine Freiheit.
Nach einer Forschungsreise kehrt der Wissenschaftler Heinrich Valvert in eine vom Krieg beherrschte Gesellschaft zurück. Entsetzt über das Massensterben, will er öffentlich zum Frieden aufrufen. Während sein jüngerer Bruder Karl freiwillig einrückt, begegnen Kollegen und Bekannte Heinrichs Haltung mit Beschwichtigungen, Anpassung oder offener Ablehnung. Als er vorbeimarschierende Soldaten auffordert, nicht gegen andere Menschen zu kämpfen, wird er verhaftet. Versuche, politisch für ihn einzutreten, scheitern an einer Machtordnung, in der Regierung, Presse und wirtschaftliche Interessen zusammenwirken. Vor dem Kriegsgericht verteidigt Heinrich die Menschlichkeit gegen den Gehorsam und wird zu achtzehn Jahren Festungshaft verurteilt. Beim Abschied begegnet er Karl, der blind aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Trotz persönlicher Niederlage hält Heinrich an der Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft fest.