Labans Tochter

Spiel in zwei Teilen auf Grund des Alten Testamentes

Melchior Lengyel

Jakob, der Sohn Isaaks und Rebekkas, kommt auf seiner Flucht nach Haran zu seinem Onkel Laban. Dort begegnet er dessen Töchtern Lea und Rachel und verliebt sich in Rachel. Um sie heiraten zu dürfen, erklärt er sich bereit, sieben Jahre für Laban zu arbeiten. Doch Laban verfolgt eigene Interessen und bestimmt über das Schicksal seiner Töchter ebenso wie über Jakobs Zukunft.

Aus Jakobs Liebe zu Rachel entwickelt sich ein kompliziertes Familiengefüge, in dem Lea und Rachel um Liebe, Anerkennung und ihren Platz an seiner Seite ringen. Die beiden Schwestern stehen dabei nicht nur in Konkurrenz zueinander, sondern sind zugleich an die Entscheidungen ihres Vaters und an gesellschaftliche Vorstellungen von Ehe, Familie und Mutterschaft gebunden. Jakob wiederum sieht sich immer stärker von Laban abhängig und ausgenutzt. Nach vielen Jahren beschließt er schließlich, mit seinen Frauen, Kindern und seinem Besitz nach Kanaan zurückzukehren. Lea und Rachel stellen sich auf seine Seite und lösen sich damit von ihrem Vater.

Auf dem Weg in die neue Heimat treten die Spannungen zwischen persönlichem Glück, familiären Bindungen und religiöser Bestimmung noch einmal deutlich hervor. Besonders Rachel und Jakob hoffen auf einen Neubeginn; Rachel erwartet erneut ein Kind. So verbindet das Stück die biblische Familiengeschichte mit der Frage, wie Menschen zwischen Liebe, Pflicht, Abhängigkeit und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben ihren eigenen Weg finden.
3D 6H
Statisten
Schauspiel