Witzig, brisant, klug, provokant!
"Du willst mir allen Ernstes erzählen, dass es früher Männer waren, die Fußball gespielt haben?"
Folke Braband hat in Anbetracht der aktuellen Debatten zum Thema toxischer Männlichkeit ein Experiment gewagt und alles radikal umgedreht. Mit Humor und Feinsinnigkeit springt er vom politischen ins private, beleuchtet das Thema Gleichberechtigung mal von der anderen Seite und macht bei dieser Umkehrung den Irrsinn der noch immer vorherrschenden Geschlechterkluft besonders deutlich.
Nachdem einige größenwahnsinnige Potentanten beinahe die ganze Welt angezündet hätten, und zeitgleich die männliche Gewalt an Frauen verstärkt in den Fokus geriet, entschied sich die Gesellschaft dafür, das Patriarchat ein für alle Mal abzuschaffen, und die Geschicke der Welt besser in die Hände der Frauen zu legen. In einer Zeit, in der sich das Matriarchat längst etabliert hat und frau sich kaum mehr an Männer wie Trump, Epstein und Monsieur Pelicot erinnern kann, setzt DAS STARKE GESCHLECHT ein.
ausführliche Beschreibung
Nicola, gutverdienende Geschäftsfrau, und ihr Gatte Martin, perfekter Hausmann, erwarten Martins besten Freund Sebastian und dessen neue Lebenspartnerin Zoe zum Abendessen. Martin hat sich hübsch gemacht und wunderbar gekocht, Nicola freut sich nach anstrengender Arbeit auf ihr kühles Bier und blutiges Steak. Nichts scheint einem netten Abend im Wege zu stehen. Doch es tut sich etwas in der Gesellschaft. Die Rufe nach mehr Rechten für Männer werden lauter und bestimmen verstärkt den medialen Diskurs. Zwei verhärtete Fronten stehen einander gegenüber. Die von Nicola, einer klassischen Vertreterin des guten, alten Matriarchats und die von Zoe, einer für die Efrauzipation sympathisierenden Männerrechtlerin. Der „nette Abend“ droht beim Thema Gleichberechtigung immer wieder zu kippen, und Martin wird plötzlich klar, was er eigentlich schon immer geahnt hatte …
Folke Brabands hat ganz bewusst keine Vision entworfen, wie unsere Gesellschaft aussehen würde, wenn ihre Geschicke in den Händen von Frauen lägen – vermutlich wäre das für uns alle sehr viel besser, nein, er lässt in DAS STARKE GESCHLECHT einfach nur Frauen, wie Männer und Männer wie Frauen reden und handeln. Mit diesem simplen Kunstgriff gelingt ihm nicht nur eine aberwitzige Komödie, er entlarvt damit auch die vielen Absurditäten der Geschlechtertrennung und zeigt auf, dass der Weg zu einer wirklichen Gleichberechtigung noch ein sehr langer ist - aber auch, dass es dringend erforderlich ist, diesen Weg weiter zu gehen.