„Um den Stoff als Schauspiel wieder lebendig zu machen, schien es keine andere Möglichkeit zu geben, als ihn neu zu fassen und zu versuchen, die Gestalt des Falstaff aus dem ersten, nicht aus dem zweiten Teil von Heinrich IV. abzuleiten … Die erste Fassung, unter vielen anderen auch von Werner Krauss (1928) und – einige Jahre später – von Heinrich George gespielt, hieß ,Falstaff in Windsor'. Für eine Inszenierung in Madrid, von José Franco gespielt, kam eine Neufassung dieser Neufassung zustande.“ (Hans Rothe, Vorwort)
Hans Rothe gilt als einer der großen Shakespeareübersetzer- und interpreten, seine radikalen, bühnenwirksamen Neuinterpretationen sorgten für heftige Debatten und Anfeindungen. In rund 50 Jahren übersetzte Rothe alle Werke Shakespeares. In der Weimarer Zeit wurden seine Übersetzungen als Zeugnis eines entfesselten Theaters gelobt und lösten einen regelrechten Shakespeare-Boom aus.
„Durch Frische der Sprache, bewusste Weglassungen, freisinnige Interpunktion und als Mittel der Interpretation vermittelt Rothe einen 'neuen' Shakespeare.“ (Johannes F. Evelein, 2005)