Ein kraftvoller, vielschichtiger Roman über die Suche nach dem eigenen Platz in einer brüchigen Welt
Hotel Beau Rivage, schönes Ufer: Hier landet Karl nach seiner Rückkehr und soll seinen Bericht für das Internationale Rote Kreuz ablegen. Er war ein Jahr lang in Afghanistan, leitete Hilfseinsätze und betreute aus Europa abgeschobene Flüchtlinge. Jetzt ist er selbst der Rückkehrer – und fühlt sich fremd. Seine Frau hat ihn nicht vom Flughafen abgeholt, seine minderjährige Tochter ist in Nöten – und ein zwielichtiger Bekannter von Ofraceks Vater will ihn in dubiose Geschäfte verwickeln.
Karl, der einst als Weltverbesserer loszog, ist mit einer Realität konfrontiert, in der das Gute keinen Platz zu haben scheint. Globale und private Zwänge vermengen sich. Was wäre "die beste aller Welten" für Karl? Lydia Mischkulnig erzählt von den leisen, unerhörten Momenten, in denen das Leben auseinanderbricht und sich neu formt.
Politische Themen in fesselnde Geschichten verpacken, das ist die die Spezialität von Lydia Mischkulnig. In ihrem neuen Roman „Beau Rivage – eine Rückkehr“ stehen die sozialen Unterschiede unserer Welt im Fokus. […] Es sind die vielen Bedeutungsebenen, die diesen Roman so aufrüttelnd machen.
Imogena Doderer, ORF Zeit im Bild
Mischkulnig erzählt temporeich von einem Leben, das sich in Genf neu zusammensetzt, von einem, der zurückkehrt, aber nicht mehr so richtig weiß, wo er hinsoll[…]
Johanna Lenhart, Die Presse
Raffiniert spielt die Kärntnerin Lydia Mischkulnig mit Zeit- und Realitätsebenen […]
Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung
Mischkulnig beherrscht auch die Komik. Dabei spiegelt sie auch ein wenig das Gefühl bei der Lektüre ihres Romans: ausgeliefert sein – ohne zu wissen, wohin die Reise gehen soll.
Wolfgang Huber-Lang, APA
Stattdessen liegt die Stärke dieses Buches viel mehr darin, zum Nachdenken über die Beschaffenheit eines privilegierten Diskurses anzuregen, der allzu häufig nur sich selbst umkreist .
Raffael Leitner, Der Standard
Für Illusion ist Lydia Mischkulnig nicht zu haben, das war früher so, hat sich nicht wesentlich verändert. Und doch gibt es einen Schimmer von Glanz im Leben, der über Miseren hinweghilft.[…] Es schaut nicht gut aus, aber verloren ist unsere Welt bei Weitem nicht.
Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten