Stadtgespräch

Gesellschaftskomödie in drei Akten

Georg Fraser

Eine Millionenerbschaft stellt eine Familie auf die Probe und entlarvt, was Freundschaft, Liebe und Ansehen wirklich wert sind.
Der Textilfabrikant Edmund Hauck steckt mit seinem Unternehmen in einer schweren finanziellen Krise. Seine Freunde, der Bankier Flaschitz, der Industrielle Kada und der Rechtsanwalt Güll, bieten Hilfe an – allerdings nur unter Bedingungen, die Hauck einen großen Teil seiner Selbstständigkeit kosten würden. Sein Sohn Peter tritt überraschend in die Firma ein und beginnt, eigene Wege zur Rettung des Familienunternehmens zu suchen.

Eine überraschende Wendung bringt Haucks Frau Juliane: Sie erbt von einem amerikanischen Freund ihres verstorbenen ersten Mannes drei Millionen Dollar. Die Nachricht macht sie schlagartig zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses. Doch Juliane erkennt schnell, wie sehr Geld Freundschaften, Beziehungen und Ansehen verändert, und will sich von der Erbschaft wieder befreien. Gleichzeitig gerät ihre Ehe mit Edmund durch Gerüchte über ihre Vergangenheit in eine Krise.

Während die vermeintlichen Freunde sich zunehmend als eigennützig erweisen, gelingt es Peter, Flaschitz eine Börsenmanipulation nachzuweisen und damit die Existenz der Hauck-Werke zu sichern. Auch die Ehe seiner Eltern übersteht die Krise: Ein Brief des amerikanischen Erblassers bestätigt Julianes Aufrichtigkeit und entkräftet Edmunds Zweifel. Am Ende verzichtet Juliane auf die Millionen – und Edmund erkennt, dass Vertrauen und menschliche Verbundenheit mehr wert sind als gesellschaftliches Ansehen und Reichtum.
6D 8H
2 Dek.
Komödie
UA: 10.10.1940, Landestheater Linz