Ein Mann allein im Bauch eines Fisches – und eine existenzielle Reise durch Einsamkeit, Hoffnung und die Sehnsucht nach Freiheit.
Der Fischer Iona steht allein am Meer und wartet auf den großen Fang. Weil ihm selbst das Echo nicht mehr antwortet, führt er seine Gespräche mit sich selbst. Während er über Glück, Hoffnung, Freiheit und die Fallen des Lebens philosophiert, wird er plötzlich von einem riesigen Fisch verschlungen. Im Bauch des Tieres erkennt er seine Gefangenschaft und versucht, sich mit einem Messer einen Ausgang zu schaffen. Tatsächlich gelingt ihm die Flucht – doch nur, um festzustellen, dass der erste Fisch seinerseits von einem noch größeren verschluckt worden ist. Iona arbeitet sich weiter durch immer neue Fischbäuche, während seine Gedanken zwischen Erinnerung, Todesangst, groteskem Humor und der Sehnsucht nach Freiheit kreisen.
Als Iona schließlich glaubt, ins Freie gelangt zu sein, entdeckt er am Horizont wieder nichts als die Bäuche immer größerer Fische: Die Welt erscheint ihm als eine endlose Folge von Gefängnissen. Dabei verliert er zunehmend die Erinnerung an sein früheres Leben und sogar an seinen eigenen Namen. Erst im letzten Augenblick erkennt er wieder: „Ich bin Iona.“ Nun begreift er, dass er bisher in die falsche Richtung nach einem Ausweg gesucht hat. Er schneidet sich den eigenen Bauch auf – nicht als bloße Kapitulation, sondern in der paradoxen Hoffnung, auf diesem letzten Weg doch noch „ans Licht“ zu gelangen.
UA: 11.04.1969, Teatrul Mic, Bukarest; Regie: Andrei Șerban.
EA: 12.01.1971, Theater an der Winkelwiese, Zürich; Regie: Maria von Ostfelden.