Wie weit darf Widerstand gehen?
In einem Waldgebiet soll ein riesiges Kraftwerk entstehen. Tausende Menschen protestieren gegen das Projekt und haben ein Zeltlager errichtet. Unter ihnen sind die beiden Freunde Bernhard und Rudolf: Bernhard, Student und überzeugter Gegner des Kraftwerks, und Rudolf, ein Graphiker, der die Sache wesentlich pragmatischer sieht. Als die Journalistin Maria ins Lager kommt, um über die Proteste zu berichten, prallen nicht nur unterschiedliche politische Überzeugungen aufeinander. Zwischen den drei Menschen entstehen Nähe, Sympathie und Konflikte.
Während die Situation rund um das Protestlager immer bedrohlicher wird, diskutieren Bernhard und Rudolf über Freiheit, Demokratie, Widerstand und die Frage, wie weit man für seine Überzeugungen gehen darf. Aus dem friedlichen Protest wird schließlich bitterer Ernst: Die Polizei beginnt mit der Räumung des Lagers, und die Gewalt eskaliert.
Baryllis Stück, angesiedelt im Jänner 1986, erzählt von drei Menschen zwischen politischem Idealismus und persönlicher Sehnsucht – und von der gefährlichen Grenze zwischen Widerstand und Gewalt.