Ein Computertechniker trifft auf einen alten Mann, der behauptet, Gott zu sein
Martin Sterneck ist ein weißhaariger Herr mit einem ungewöhnlichen Geheimnis: Er behauptet, der liebe Gott zu sein. Allerdings kein allwissender, unfehlbarer Gott, sondern einer, der die Menschen noch immer zu verstehen versucht und zugibt, bei der Schöpfung nicht alles perfekt hinbekommen zu haben. Als sein neuer Computer nicht funktioniert, ruft er den jungen Techniker Stefan Wegmüller zu Hilfe.
Aus der Computerreparatur entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Stefan steckt mitten in einer Beziehungskrise mit Susanna, und Martin nimmt das zum Anlass, mit ihm über Liebe, Sehnsucht, Projektionen und die menschliche Angst vor der Wahrheit zu diskutieren. Schließlich erkennt Stefan, dass er weniger Susanna selbst als vielmehr seine Vorstellung von ihr geliebt hat – eine schmerzhafte Erkenntnis, die ihn zugleich von einer Illusion befreit.
Unterdessen entdeckt Martin das Internet als neue Möglichkeit, seine Botschaft unter die Menschen zu bringen. Nachdem Religionen und heilige Schriften seiner Ansicht nach immer wieder missverstanden wurden, versucht er es diesmal ganz einfach: Liebe soll die Antwort sein. Zwischen Computerproblemen, Rotwein und philosophischen Wortgefechten sprechen die beiden schließlich über Gott und die Welt, über Religion und Krieg, Freiheit und Verantwortung – und darüber, wie man sein Leben wirklich leben kann, bevor es vorbei ist.