Väter

Schauspiel in drei Akten unter Benutzung Balzacscher Motive

Georg Fraser

Drei Väter, ihre Kinder und ein junger Mann auf der Suche nach Liebe, Geld und seinem Platz in der Gesellschaft.
Paris um 1830: Der junge Eugène de Rastignac will in der vornehmen Gesellschaft Karriere machen. Dabei begegnet er einer Welt, in der Geld, Herkunft und gesellschaftliches Ansehen über Beziehungen bestimmen. Er verliebt sich in Victorine Taillefer, deren Zukunft von ihrem wohlhabenden Vater abhängt. Zugleich wird Rastignac Zeuge der tragischen Geschichte des alten Goriot, der sein Vermögen für seine Töchter geopfert hat und dennoch von ihnen vernachlässigt wird.

Der skrupellose Vautrin versucht, Rastignac für seine eigenen Pläne zu gewinnen und verspricht ihm Reichtum und gesellschaftlichen Aufstieg. Rastignac gerät damit immer stärker zwischen Ehrgeiz, Liebe und moralische Verantwortung. Als sich schließlich herausstellt, dass Vautrin selbst Eugènes totgeglaubter Vater ist, spitzt sich der Konflikt zwischen den verschiedenen Vaterfiguren zu.

Goriot stirbt, nachdem er erkennen muss, wie wenig seine aufopfernde Vaterliebe seinen Töchtern bedeutet. Vautrin wird verhaftet, Rastignac aber bleibt zurück und muss seinen eigenen Weg finden. Das Stück endet mit der Aussicht auf seine Verbindung mit Victorine – und mit der Erkenntnis, dass Menschen im Leben immer wieder Rollen spielen.