Für mich sind sie Freie ...

Eine öffentliche Anklage einer intoleranten Generation

Herwig Seeböck

Eine bissige, sprachlich drastische Abrechnung mit dem Generationenkonflikt der späten 1960er-Jahre
Eine junge Frau rebelliert gegen Elternhaus, Schule und die Moralvorstellungen der älteren Generation. Sie will selbst entscheiden, wie sie lebt, wen sie liebt und was sie mit ihrer Zukunft anfängt. Ihre Eltern dagegen betrachten ihren Widerstand als Undankbarkeit und Fehlentwicklung und versuchen, sie mit Verboten und schließlich sogar mit psychiatrischer Hilfe zur „Vernunft“ zu bringen. Dabei stellt sich heraus, dass die vermeintlich anständige Erwachsenenwelt selbst von Doppelmoral, sexueller Verklemmtheit, Gewalt und alten autoritären Denkmustern geprägt ist.

Besonders heftig eskaliert der Konflikt an der Beziehung der Minderjährigen zu einem verheirateten Mann. Als sie ihren Eltern offenbart, dass sie mit ihm schläft, lauern Vater und Onkel dem Freund auf und schlagen ihn zusammen. Selbst der hinzugezogene Psychiater muss schließlich feststellen, dass dem Mädchen eigentlich „soviel wie gar nichts“ fehlt – außer ihrer Aggressivität und ihrem unbeugsamen Widerstand gegen die Erwachsenen.