Alte Lausbuben

Herwig Seeböck

Eine respektlose historische Satire über Macht, Opportunismus und die gefährliche Bereitschaft, sich starken Männern anzuvertrauen.
Herwig Seeböck lässt in „Alte Lausbuben“ die großen Männer der europäischen Geschichte als ziemlich kleine Menschen auftreten. Im Zentrum stehen Metternich und Napoleon: selbstverliebt, machtbesessen, eitel, triebgesteuert und überzeugt von der eigenen historischen Größe. Hinrichtungen werden beiläufig angeordnet, politische Bündnisse mit persönlichen Eitelkeiten vermischt und Europas Zukunft zwischen Alkohol, Frauen und Größenwahn verhandelt.

Parallel dazu kommentieren einfache Wienerinnen und Wiener das Weltgeschehen. Sie bewundern Metternich, schimpfen über Napoleon und nehmen politische Repression zunächst erstaunlich gelassen hin. Doch während Napoleon an seinem Größenwahn und schließlich an seiner Niederlage zerbricht, wächst auch Metternichs Polizeistaat. Was eben noch als Schutz und Ordnung erschien, wird zunehmend zur Bedrohung der eigenen Freiheit.