Wie du mir, so ich dir

Komödie in drei Akten nach „Moi" von Eugène Labiche

Felix Dvorak / Eugène Marin Labiche

Ein überzeugter Egoist bekommt sein eigenes Lebensmotto zu spüren.
Der reiche Wiener Geschäftsmann Oskar Mayer ist ein überzeugter Egoist, der bei Freundschaft, Familie und Geschäften stets zuerst an den eigenen Vorteil denkt. Selbst bei seinen beiden Mündeln Amadeus und Marie-Therese hat er vor allem deren Vermögen im Blick. Sein Neffe Amadeus dagegen glaubt an Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit und stellt Mayers Lebensmotto „Wie du mir, so ich dir“ grundsätzlich infrage. Als sich Marie-Therese und Georg Korn ineinander verlieben und zugleich Amadeus für Verwirrung sorgt, versucht Mayer, die Beziehungen nach seinen finanziellen Interessen zu lenken. Doch seine Intrigen gehen nach hinten los: Die jungen Leute finden zueinander, und schließlich stellt sich heraus, dass Mayer aus dem Vermögen seiner Mündel keinen Heller erhält. Selbst sein Diener Johann kündigt und macht ihm bei einem Grundstücksgeschäft einen Strich durch die Rechnung.

Felix Dvorak verlegt Eugène Labiches Komödie „Moi“ in das Wien der Jahrhundertwende und macht aus der französischen Satire auf Egoismus und Eigennutz eine österreichische Gesellschaftskomödie mit Wiener Figuren, Schauplätzen und Sprachfärbung. Das Manuskript schreibt ausdrücklich Wien um 1900 als Schauplatz vor und erlaubt bei anderen Aufführungsorten lokale Anpassungen sowie Dialekt für die Dienerschaft.