Der Gwissenswurm

Volkskomödie in 8 Bildern

Felix Dvorak / Ludwig Anzengruber

Ein schlechtes Gewissen, ein scheinheiliger Verwandter und eine totgeglaubte Liebe.
Der reiche Bauer Sebastian Grillhofer hat sich nach einem vermeintlichen Schlaganfall in Krankheit und Schuldgefühle hineingesteigert. Sein scheinheilig-frommer Schwager Nikodem Dusterer nährt diese Ängste mit erfundenen Sünden, wundertätigen Kräutern und düsteren Prophezeiungen – denn in Wahrheit hat er es auf Grillhofers Vermögen abgesehen. Besonders quält Grillhofer die Erinnerung an seine Jugendliebe Leni, die von ihm ein Kind erwartete und nach der Behauptung Dusterers mit dem Kind in die Donau gegangen sein soll.

Doch Leni lebt: Sie wurde damals von der Horlacher-Bäuerin aufgenommen und hat auch ihre Tochter Lieserl großgezogen. Als Grillhofer die Wahrheit erfährt, fällt der „Gewissenswurm“ von ihm ab. Er lässt sich ärztlich untersuchen und erfährt, dass er völlig gesund ist. Schließlich will er Leni heiraten, übergibt seinen Hof der gemeinsamen Tochter Lieserl und entlarvt Dusterers scheinheilige Machenschaften.

Felix Dvorak gestaltet Anzengrubers Stoff zu einer eigenständigen Volkskomödie in acht Bildern um, verlegt die Handlung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins niederösterreichische Weinviertel und rückt Grillhofers verdrängte Liebesgeschichte sowie Dusterers scheinheiligen Kampf um dessen Erbe ins Zentrum.
7D 9H
Komödie, Volksstück
DEA: 30.06.2005, Stadttheater Berndorf

Credits

Nach Motiven von Ludwig Anzengruber