Die Kinder

Felix Dvorak / Hermann Bahr

Eine pointierte Generationenkomödie über Liebe, Standesdünkel und die Frage, wer eigentlich über das Leben der Kinder bestimmen darf.
Die selbstbewusste und fortschrittlich denkende Anna, Tochter des aus einfachen Verhältnissen zum berühmten Chirurgen aufgestiegenen Hofrats Ignaz Scharizer, liebt Konrad, den Sohn von Scharizers Jugendfreund, Graf Gandolf Freyn. Standesunterschiede sind für Anna kein Hindernis – sehr zum Missfallen ihres Vaters, der die Verbindung überraschend verbietet. Anna rebelliert zunächst, zweifelt aber bald selbst an dem gutmütigen, jedoch allzu angepassten Konrad. Gleichzeitig taucht der unangepasste Franz Bayerlein auf, der mit seiner Herkunft und seinen Ansichten zusätzliche Unruhe in die scheinbar geordnete Welt des Schlosses bringt.

Hinter dem Widerstand der Väter verbirgt sich schließlich ein pikantes Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit. Als Scharizer und Graf Freyn erkennen, dass sie einander in Liebesdingen keineswegs etwas vorzuwerfen haben, fällt auch das letzte Hindernis für Anna und Konrad. Ausgerechnet die ältere Generation, die über die Entscheidungen ihrer Kinder bestimmen möchte, muss erkennen, dass ihre eigene Vergangenheit weit weniger untadelig ist, als sie vorgibt. Am Ende steht der Hochzeit der beiden nichts mehr im Wege.

Felix Dvorak macht aus Hermann Bahrs Generationenkomödie ein pointiertes Spiel um Liebe, Standesdünkel und Selbstbestimmung, in dem sich am Ende ausgerechnet die Vergangenheit der Väter als größtes Hindernis für die Zukunft ihrer Kinder erweist.
3D 5H
Komödie, Schauspiel