Pension Schöller

Felix Dvorak / Wilhelm Jacoby / Carl Laufs

Wer ist hier eigentlich verrückt – die vermeintlichen Irren oder die ganz Normalen?
„Schau, es haben doch so viele Leute einen leichten Schaden. Und die Gäste in der Pension Schöller erst recht."
Der wohlhabende Jakob Zwicklitzer aus Mistelbach möchte unbedingt einmal eine Irrenanstalt besuchen. Sein Neffe Eduard und dessen Freund Gustav führen ihn deshalb in die Pension Schöller und erklären ihm, die exzentrischen Gäste seien harmlose Patienten eines Nervensanatoriums. Zwicklitzer ist begeistert und hält fortan jede Schrulle für ein Zeichen von Wahnsinn.

Der Spaß vergeht ihm allerdings, als einige der vermeintlichen Irren wenige Tage später in seiner Villa auftauchen. Zwicklitzer glaubt, sie seien aus der Anstalt ausgebrochen, und sperrt sie kurzerhand ein. Erst als Eduard und Gustav ihren Schwindel gestehen, erkennt er, dass die angeblichen Irren ganz normale Pensionsgäste sind – wenn auch, wie er einräumt, alle „ein bisschen einen Klamsch“ haben. Nebenbei lösen sich auch die Liebesverwicklungen: Eduard bekommt Schöllers Tochter Adelheid, und Millionär Grünstein verliebt sich in Zwicklitzers Nichte Charlotte.

Felix Dvorak verlegt den Schwank ins Wien des frühen 20. Jahrhunderts, macht aus Klapproth den Mistelbacher Privatier Jakob Zwicklitzer und versieht den Komödienklassiker mit österreichischem Lokalkolorit, Dialekt und zahlreichen neuen Pointen.
6D 9H
Komödie, Schauspiel
UA: 23.06.2009, Stadttheater Berndorf