Eine Frau zwischen Liebe und Selbstbestimmung muss ihren eigenen Weg gegen gesellschaftliche Erwartungen behaupten.
Nach vierzehn Jahren kehrt Wera in ihre Heimatstadt zurück. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche, selbständige Kinderärztin – und damit für ihre Tante, ihre früheren Freundinnen und Alexanders Mutter ein höchst ungewöhnliches Wesen. In der engen bürgerlichen Welt, in der eine Frau vor allem Ehefrau, Mutter und Hausfrau sein soll, stoßen Weras Beruf, ihre Unabhängigkeit und ihr selbstbestimmtes Leben auf Neugier, Misstrauen und moralische Entrüstung.
Als Wera Alexander wiederbegegnet, flammt ihre alte Liebe erneut auf. Vierzehn Jahre hat er auf sie gewartet, und schon bald planen beide eine gemeinsame Zukunft. Doch als Alexander von Weras Beziehungen während der Jahre ihrer Trennung erfährt, brechen Eifersucht und tief verwurzelte moralische Vorstellungen hervor. Gerade von der Frau, die er liebt, erwartet er einen anderen Maßstab als von sich selbst.
Wera erkennt, dass Alexander sie zwar liebt, aber ihr Leben und ihre Freiheit noch immer nicht wirklich akzeptieren kann. Sie entscheidet sich gegen ein gemeinsames Leben, das für beide zur Lüge werden müsste. Ihre Liebe soll ein „Feiertag“ bleiben, nicht im Alltag an den unterschiedlichen Lebensentwürfen zerbrechen. Wera fährt fort – lässt Alexander jedoch die Hoffnung, ihr eines Tages folgen zu können.