Impromptu

(L'Impromptu de Paris)

Jean Giraudoux

Eine ebenso witzige wie leidenschaftliche Liebeserklärung an die Bühne.
Im Pariser Théâtre de l’Athénée wartet das Ensemble von Louis Jouvet auf den Beginn einer Probe. Statt zu arbeiten, diskutieren die Schauspieler darüber, was gutes Theater eigentlich ausmacht, und beklagen Autoren, Kritiker, Regisseure und all jene, die meinen, über die Bühne bestimmen zu können. Ausgerechnet in diese Diskussion platzt Jules Robineau, ein begeisterter Theaterliebhaber und frisch ernannter Theaterreferent der Republik. Ein unerwarteter Steuerüberschuss von hundert Millionen Francs soll der Theaterkunst zugutekommen – und Robineau möchte von Jouvet innerhalb kürzester Zeit erfahren, was das Theater braucht.

Aus der Befragung entwickelt sich eine temperamentvolle Stegreifkomödie über das Wesen des Theaters. Jouvet und seine Schauspieler rechnen mit Kritikern, kommerziellem Theater und falschen Vorstellungen von Realismus ab und verteidigen die Sprache, die Phantasie und die unmittelbare Wirkung des Spiels. Theater soll keine Schulstunde sein, die man „verstehen“ muss, sondern die Sinne und Gefühle des Publikums erreichen. Schließlich wird aus der kleinen Theaterdebatte eine leidenschaftliche Verteidigung der Kunst und ihrer Freiheit gegenüber Politik, Bürokratie und gesellschaftlicher Zweckmäßigkeit.
5D 10H
Schauspiel
Übersetzung aus dem Französischen:
Hans Rothe
Bearbeitung: Hans Rothe