Ein betrogener Ehemann und der ehemalige Liebhaber seiner Frau verstricken sich in ein Duell aus Eifersucht, Schuld und Rache.
Nach neun Jahren taucht Pawel Pawlowitsch Trussozki unangemeldet bei Alexei Weltschaninow in Petersburg auf. Pawels Frau Natalja ist gestorben – jene Frau, mit der Weltschaninow einst ein Verhältnis hatte. Hinter Pawels übertriebener Höflichkeit und scheinbarer Freundschaft verbirgt sich längst das Wissen um den Betrug. Als Weltschaninow Pawels kleine Tochter Lisa kennenlernt und aus ihrem Alter schließen muss, dass er selbst ihr Vater sein könnte, wird aus der Wiederbegegnung ein zunehmend grausames psychologisches Duell.
Pawel quält Lisa ebenso wie seinen ehemaligen Rivalen und hält beide in einem Wechselspiel aus Demütigung, Zuneigung und Rache gefangen. Weltschaninow bringt das Kind bei Freunden unter, doch Lisa stirbt kurze Zeit später. Drei Wochen danach erscheint Pawel verwandelt und mit neuen Heiratsplänen: Der „ewige Gatte“, der ohne Ehe nicht leben kann, sucht bereits die nächste Frau.
Das Verhältnis der beiden Männer schwankt weiter zwischen Hass und einer beinahe intimen Verbundenheit. Als Weltschaninow erkrankt, pflegt Pawel ihn aufopfernd – nur um wenig später mit einem Rasiermesser auf den Schlafenden loszugehen. Weltschaninow kann ihn überwältigen und schickt ihn fort. Damit endet ein erbitterter Kampf zweier Männer, die durch Liebe, Schuld, Eifersucht und gegenseitige Abhängigkeit unauflöslich miteinander verbunden sind.