Das Wort Freiheit klingt so schön

(Het woord Vrijheid)
Spiel über die französische Revolution in zwei Teilen

Herwig Hensen

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – bis die Revolution ihre eigenen Kinder frisst.
Im Mittelpunkt steht der junge Girondist Charles Barbaroux, der voller Begeisterung für Freiheit, Gleichheit und die Republik in die Französische Revolution zieht. Gemeinsam mit Brissot und Pétion kämpft er gegen die alte Ordnung. Doch die Revolution radikalisiert sich: Aus dem Kampf für Menschenrechte wird ein Kampf um Macht, aus Freiheit Gewalt und Terror. Die Girondisten geraten selbst ins Visier der Revolution, die sie mitgetragen haben. Barbaroux erkennt zunehmend den Widerspruch zwischen seinen Idealen und ihren blutigen Folgen.

Als Barbaroux unter Hausarrest steht, versucht sein Freund Jaquemart ihn zur Flucht und zum erneuten Aufstand gegen die Jakobiner zu bewegen. Barbaroux weigert sich zunächst, Terror mit neuem Terror zu bekämpfen. Schließlich wird er dennoch in die Gewalt hineingezogen. Das Stück verfolgt seinen Weg bis zum Scheitern der Girondisten und stellt dabei immer wieder die Frage, was von der Freiheit übrig bleibt, wenn sie mit Gewalt durchgesetzt werden soll. Am Ende zieht Napoleon Bonaparte über die Bühne – und der Regisseur kommentiert bitter, dass danach die Revolution wieder von Neuem beginnen könne.
4D 12H
1 Dek.
Schauspiel
Übersetzung aus dem Niederländischen:
Paul Wimmer