Elf Schauspieler, eine Bretterbühne und eine Königin, die Geschichte schreibt: eine wilde, respektlose und höchst theatrale Reise durch das Zeitalter Elisabeths I.
Eine elisabethanische Wandertruppe zieht mit einfachsten Mitteln durchs Land und erzählt auf einer rohen Bretterbühne die Geschichte Elisabeths I. Aus Lumpen werden königliche Gewänder, aus Schauspielern Könige, Päpste, Höflinge und Schiffe. Im Zentrum steht eine Herrscherin, die sich gegen religiöse Fanatiker, politische Gegner und ausländische Mächte behaupten muss. Ihre gefährlichste Gegenspielerin ist Maria Stuart, deren Anspruch auf den englischen Thron sie zunehmend zur Bedrohung macht. Elisabeth schwankt lange zwischen politischer Notwendigkeit und der Scheu, eine gekrönte Königin hinrichten zu lassen, bevor sie schließlich Marias Todesurteil unterzeichnet.
Doch Foster erzählt keine ehrfürchtige historische Chronik. Elisabeth, Maria Stuart, Philipp II., Katharina von Medici, Francis Bacon und die übrigen Größen der Epoche werden von den Schauspielern respektlos demontiert und zugleich immer wieder neu erfunden. Die Truppe gerät selbst mit Zensur, Puritanern, Geldnot und Obrigkeit aneinander. Nach Marias Hinrichtung folgt der Angriff der spanischen Armada, die an den Engländern und am Sturm scheitert. Am Ende kehrt das Stück zu seinem Ausgangspunkt zurück: Die Schauspieler legen ihre Rollen ab und stellen die Frage, ob Geschichte überhaupt zeigen kann, wie Elisabeth „wirklich“ gewesen ist – oder ob jede historische Darstellung letztlich nichts anderes als ein von Menschen geschaffenes Bild bleibt.