Die Pragmatiker

(Pragmatyści)

Stanisław Ignacy Witkiewicz

Wie entkommt man der Banalität des Lebens?
Plasfodor Mimecki leidet an der Leere und Banalität seiner Existenz. Gemeinsam mit seiner stummen Geliebten Mamalia lebt er in einer künstlichen Welt zwischen philosophischen Spekulationen, Erotik und Todessehnsucht. Sein Gegenpol ist Graf Franz von Telek, ein selbstbewusster Geschäftsmann und Ministerialbeamter, der selbst noch Kunst, Drogen und metaphysische Erfahrungen pragmatisch nutzbar machen möchte. Als Telek eine geheimnisvolle chinesische Mumie ins Spiel bringt, beginnen Wirklichkeit, Erinnerung und Einbildung ineinander überzugehen.

Die Figuren versuchen auf unterschiedliche Weise, der Sinnlosigkeit ihres Daseins zu entkommen: durch Liebe, Gewalt, Kunst, Rausch und metaphysische Experimente. Telek entwickelt schließlich die Idee, die gesamte Gesellschaft durch einen „metaphysischen Massenwahn“ zu verändern. Doch das Experiment entgleitet ihnen. Feminikon stirbt, Mamalia und Plasfodor verschwinden mit der Mumie ins Ungewisse. Telek bleibt allein zurück – und beschließt unverdrossen, ein neues Leben anzufangen.
3D 4H
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Schauspiel
Übersetzung aus dem Polnischen:
Georg Werner Grzyb / Horst Taubmann