Eine letzte Stunde soll ihre Liebe für die Ewigkeit bewahren
El kommt zu Ella, um sich von ihr zu verabschieden: In einer Stunde muss er abreisen – weit weg und, wie er glaubt, für immer. Dabei kennen die beiden einander erst seit einer Woche, und gerade an diesem Morgen ist El klar geworden, dass er Ella liebt. Ella weigert sich, die verbleibende Zeit nur als Abschied zu begreifen. Sie will die letzte Stunde so verbringen wie ihre bisherigen Begegnungen, stellt die Uhr ab und versucht, aus den wenigen Minuten eine kleine Ewigkeit zu machen. Immer wieder mischt sich die an Grippe erkrankte Tantchen hinter ihrem Vorhang ein und kommentiert die Liebe der beiden mit ihren eigenen Erfahrungen.
Zwischen Zärtlichkeit, Streit und spielerischen Phantasien erinnern sich Ella und El an ihre erste Begegnung am Fluss und entwerfen eine Zukunft, die es nicht mehr geben soll. Dabei kreisen ihre Gespräche um Liebe und Vergänglichkeit, Erinnerung, Freiheit und Tod. Doch ausgerechnet in der letzten Minute trifft ein Telegramm ein: Els Reise ist abgesagt. Was zunächst wie die Rettung ihrer Liebe erscheint, bringt die mühsam beschworene Gewissheit ins Wanken. Plötzlich ist die „letzte Stunde“ keine letzte mehr – und damit scheint auch etwas von ihrer Einmaligkeit verloren. El verspricht zu bleiben, geht aber zunächst fort, um seine Angelegenheiten zu ordnen. Ella bleibt verstört zurück, während Tantchen von einer Stunde Liebe singt, die wie ein flüchtiger Traum vergeht.