Charlotte Ackermann

Kammerspiel in vier Akten

Juliane Kay

Freigesprochen vom Mordverdacht – aber noch lange nicht frei.
Charlotte Ackermann ist nach einem aufsehenerregenden Mordprozess zwar freigesprochen, doch für die Familie ihres Mannes bleibt sie eine Verdächtige. Statt der erhofften Scheidung und Rückkehr zur Bühne soll sie auf einem Landgut bei Frankfurt zurückgezogen leben. Charlotte empfindet die vermeintliche Fürsorge als neue Gefangenschaft. Hinzu kommt, dass ihr Mann Julian bereits die nächste junge Frau umwirbt – und Charlotte erkennt immer deutlicher, wie sehr ihre Ehe sie ihrer Selbständigkeit und ihres Selbstwertgefühls beraubt hat.

Sie beschließt, sich aus der Familie und auch von Stephan, mit dem sie eine Affäre hatte, zu lösen. Zwei Jahre später lebt Charlotte in Paris und ist zur Bühne zurückgekehrt. Auch die Scheidung von Julian ist inzwischen vollzogen. Als die beiden einander wiederbegegnen, wird endgültig deutlich, dass Charlotte ihr Leben nicht mehr über einen Mann definieren will: Nicht eine neue Liebe, sondern ihre wiedergewonnene Unabhängigkeit eröffnet ihr eine Zukunft.
6D 7H
Schauspiel
UA: 16.04.1938, Akademietheater, Wien