Ein ganzes Dorf verspottet ihren Glauben an das Gute – bis es selbst auf die Probe gestellt wird.
Die Grassner-Resl lebt mit ihrem trunksüchtigen und gewalttätigen Vater in einem Dorf, dessen Bewohner sie wegen ihrer Frömmigkeit und ihres unermüdlichen Drangs, die Menschen zu „bessern“, verspotten. Unerschrocken hält sie den Bauern ihre Trunksucht, Habgier, Lieblosigkeit und Heuchelei vor und glaubt fest daran, dass in jedem Menschen das Gute geweckt werden könne.
Aus Spott beschließen die Männer im Wirtshaus, Resl betrunken zu machen und ihre Tugendhaftigkeit auf die Probe zu stellen. Ferdl, in den sie heimlich verliebt ist, beteiligt sich an dem grausamen Spiel. Später stellt der Arzt fest, dass Resl schwanger ist. Sie selbst kann sich an nichts erinnern und wird von der Dorfgemeinschaft verhöhnt und ausgegrenzt.
Als Resl schließlich schwer krank und dem Tod nahe ist, beginnt sich ausgerechnet das Dorf zu verändern: Menschen, die zuvor hartherzig waren, helfen einander, und selbst Ferdl übernimmt Verantwortung. In ihrem Fieberwahn glaubt Resl, die von ihr ersehnte „Besserung“ der Menschheit endlich zu sehen.