Kilimanai

Juliane Kay

Manchmal braucht es ein fernes Land, um den Mut zum eigenen Leben zu finden.
Die gefeierte Schauspielerin Luise Goldner scheint alles zu besitzen: Schönheit, Erfolg und einen langjährigen Lebensgefährten. Doch hinter der glänzenden Fassade ist sie zutiefst unglücklich. Georg Mabon, mit dem sie seit fünfzehn Jahren zusammenlebt, hält sie für eine brave, häusliche und geradezu unverrückbar treue Frau – und betrügt sie selbst seit Langem. Der junge Rainer von Eyck wiederum verehrt Luise schwärmerisch, bis er entdeckt, dass auch sie ein Geheimnis hat.

Denn Luises eigentliche Liebe gilt dem berühmten Wissenschaftler und Weltreisenden Dr. Anton Erhart. Doch Erhart hält Abstand. Als er erneut zu einer Expedition aufbrechen will, wird Luise bewusst, wie wenig Hoffnung ihr geblieben ist. Sie verschwindet und lässt ihre Umgebung glauben, sie sei ums Leben gekommen. Georg und Rainer sind verzweifelt – und erst jetzt erfährt auch Erhart, dass Luises vermeintlicher Tod mit ihrer unerwiderten Liebe zu ihm zusammenhängt.

Luise ist jedoch nicht tot. Als Erhart sie wiedersieht, erzählt er ihr von Kilimanei, einem fernen Land, dessen Bewohner nach einem einzigen Gesetz leben: Kein Mensch soll einen anderen kränken. Sie glauben, das Leben sei eine kurze, glückliche Reise, die man einander so schön wie möglich machen müsse. In dieser Vorstellung finden Luise und Erhart schließlich den Mut, sich ihre Liebe einzugestehen.