Zwei Vierzehnjährige spielen Erwachsensein – bis aus dem Spiel bitterer Ernst wird.
Die vierzehnjährigen Freundinnen Susi und Gabi bleiben allein zu Hause, während Susis Eltern auf eine Party gehen. Zunächst lernen sie brav Englischvokabeln, doch kaum sind die Eltern fort, beginnt ein zunehmend hemmungsloses Spiel mit den Verhaltensweisen der Erwachsenen. Sie blättern in Illustrierten, beschäftigen sich mit Sexualität, probieren Rollen aus und machen sich über die Welt der Erwachsenen lustig.
Ihr erstes Opfer ist Hans, der schüchterne Sohn der Haushälterin Nanni, der in Susi verliebt ist. Dann locken die Mädchen den etwa fünfzigjährigen Teddy ins Haus. Gabi gibt vor, ihn zu kennen und eine Beziehung mit ihm gehabt zu haben. Teddy lässt sich trotz ihres Alters auf das Spiel ein und versucht, sich ihr körperlich zu nähern. Als Susi plötzlich als angebliche kleine Schwester auftaucht, gerät er in Panik.
Was als pubertäres Rollenspiel und Provokation beginnt, entwickelt eine immer bedrohlichere Eigendynamik. Die Mädchen spielen mit Begehren, Macht, Demütigung und den moralischen Konventionen der Erwachsenen – bis ihr Spiel Grenzen überschreitet, deren Folgen sie selbst nicht mehr kontrollieren können. Zauner zeichnet dabei keineswegs harmlose „freche Teenager“, sondern eine Jugend, die die Widersprüche und Verlogenheiten der Erwachsenenwelt übernimmt und gegen diese wendet.