Zwischen Küche, Kindern und einem gewalttätigen Ehemann wird Annis Leben zum Kreislauf aus Abhängigkeit, Schweigen und Resignation.
Anni lebt mit ihrem Mann Herbert und drei kleinen Kindern in beengten Verhältnissen. Herbert kommt regelmäßig betrunken nach Hause, behandelt seine Frau grob und schlägt sie. Anni ist mit Haushalt und Kindern überfordert und zugleich finanziell völlig von ihrem Mann abhängig. Obwohl sie weiß, dass Herbert mit anderen Frauen ausgeht, sieht sie kaum eine Möglichkeit, ihn zu verlassen: Mit drei Kindern könne sie nicht arbeiten, und das Geld, das Herbert zahlen müsste, würde gerade zum „Fressen“ reichen.
Zwischen Streit, langen Phasen des Schweigens und kurzen Momenten scheinbarer Nähe setzt sich der Alltag fort. Ein gemeinsamer Abend bringt vorübergehend eine Annäherung, doch an den grundsätzlichen Verhältnissen ändert sich nichts. Am Ende eröffnet Anni Herbert, dass sie erneut schwanger ist – bereits im dritten Monat. Auf ihre Frage, was sie nun tun sollen, antwortet er lediglich: „Nix.“ Dann geht er hinaus.