Eine Ehe zwischen Liebe und Hass wird zur poetisch-grotesken Reise durch Erinnerung, Alter und Tod.
Maria liegt nach einem Selbstmordversuch im Koma. An ihrem Bett sitzt ihr Mann Luca, und aus der Gegenwart lösen sich Erinnerungen, Phantasien und vergangene Lebensstationen. Jugend und erste Liebe am Comer See, Eltern und Kinder, Weihnachten und Familienalltag erscheinen ebenso wie verdrängte Wünsche, erotische Sehnsüchte und die Angst vor Alter und Tod. Die Figuren wechseln dabei beständig ihre Rollen; Vergangenheit und Gegenwart, Wirklichkeit und Vorstellung gehen ineinander über.
Im Zentrum steht die jahrzehntelange Ehe von Maria und Luca – eine Beziehung voller Liebe und Verletzungen, Nähe und Hass. Während ihr Sohn Riccardo und dessen Frau Isabella einer neuen Generation angehören, kämpfen Maria und Luca mit dem Verschwinden ihrer Jugend und der Frage, was von einem gemeinsamen Leben übrigbleibt. Maria erinnert sich an die Einsamkeit, die sie an den Rand des Todes geführt hat; Luca erkennt trotz aller Konflikte, dass er Maria noch immer liebt.
Am Ende begegnen sich Luca und Maria noch einmal wie zwei junge Liebende. Luca stirbt, und beide liegen schließlich nebeneinander auf dem Bett. Doch das letzte Bild gehört bereits der nächsten Generation: Riccardo und Isabella übernehmen die Wohnung. Als sich der Vorhang ein letztes Mal von selbst öffnet, ist das Bett leer – nur der bunte Ball aus Lucas Kindheit rollt ins Publikum.