Die Päpstin und ihr Kardinal

Eine vatikanische Verfremdung
Komödie in einem Akt und für zwei Personen

Cornelius Schnauber

Gott verwandelt den Papst in eine Frau – und plötzlich steht die katholische Kirche vor einer Revolution.
In der päpstlichen Sommerresidenz trifft der streng konservative Kardinal Brutalconi auf eine Frau in den Gewändern des Papstes. Was er zunächst für eine Betrügerin hält, entpuppt sich als göttliches Wunder: Papst Innozenz ist über Nacht in eine Frau verwandelt worden und nennt sich nun Päpstin Innozenzia.

Die liberale Päpstin nimmt den machtbewussten Kardinal ins Verhör und weist ihm nach und nach die sieben Todsünden nach. Gleichzeitig kündigt sie eine grundlegende Erneuerung der katholischen Kirche an: Frauen sollen Priester werden dürfen, das Zölibat soll abgeschafft und Geburtenkontrolle erlaubt werden.

Im Streit über Gott, Moral, Macht und kirchliche Dogmen beginnt schließlich sogar Brutalconi, seine Überzeugungen infrage zu stellen. Die beiden finden sich in der gemeinsamen Suche nach einem menschlicheren Glauben – und tanzen am Ende miteinander Tango und Walzer.