Die Traumstraße der Welt

Cornelius Schnauber

Eine Opernsängerin begegnet nach 28 Jahren der Tochter, die sie einst zur Adoption freigab.
Die erfolgreiche Opernsängerin Jessica bereitet sich in ihrer Garderobe auf eine Probe von Verdis Aida vor. Während sie sich schminkt, spricht sie über ihre Karriere, ihre Angst vor dem Eingesperrtsein und ihren Wunsch nach Freiheit. Immer wieder kehren ihre Gedanken zu ihrer Vergangenheit zurück: Mit 18 Jahren wurde sie schwanger und gab ihre Tochter zur Adoption – eine Entscheidung, die sie bis heute verfolgt.

Auf ihrem Schminktisch liegt ein ungeöffneter Brief einer unbekannten Verehrerin. Als Jessica ihn schließlich liest, erfährt sie, dass die Absenderin Luisa Wolters, eine aufstrebende junge Sängerin, ihre inzwischen erwachsene Tochter ist. Luisa möchte ihre Mutter endlich kennenlernen und träumt davon, eines Tages gemeinsam mit ihr auf der Bühne zu stehen.

Kurz darauf steht Luisa tatsächlich in der Tür. Mutter und Tochter fallen sich in die Arme – und Jessica, die sich zuvor von Ängsten und Zwängen gefangen fühlte, sieht plötzlich die Chance auf einen neuen Anfang.