Schule der Gerechten

Raoul Martinée

Ein zu Unrecht verurteilter Sohn kehrt heim – und zwingt seine Mutter, sich einer jahrelang verdrängten Wahrheit zu stellen.
Die verwitwete Felicitas Crouchet lebt mit ihrem erwachsenen Sohn Pierre zusammen, der nach Jahren im Gefängnis psychisch und körperlich schwer gezeichnet ist. Er wurde wegen Mordes verurteilt, beteuert seiner Mutter gegenüber jedoch, unschuldig zu sein. Felicitas hat ihr Leben ganz darauf ausgerichtet, ihn zu beschützen und ihm einen Neubeginn zu ermöglichen.

Als Jacques Rousselin, ein angesehener Anwalt und Politiker, auftaucht, wird die Vergangenheit wieder lebendig. Felicitas erkennt, dass Jacques mit dem Verbrechen und Pierres Verurteilung verbunden ist. Nach und nach kommt ans Licht, dass Pierre die Schuld eines anderen auf sich genommen hat und Felicitas selbst entscheidend dazu beigetragen hat, die Wahrheit zu verschleiern.

Pierre will schließlich mit der Vergangenheit brechen und ein eigenes Leben beginnen. Felicitas aber kann ihren Sohn nicht loslassen und greift zu einem letzten verzweifelten Mittel, um ihn an sich zu binden.
1D 2H
1 Dek.
Schauspiel
UA: 07.04.1966 in den Kammerspielen Innsbruck