Eine heimliche Liebe bringt nicht nur eine Schülerin, sondern auch drei Erwachsene aus dem Gleichgewicht.
Im exklusiven Mädchenpensionat „Chatelet au Lac“ am Genfersee ist die junge Vera von Matatics plötzlich verschwunden. Direktorin Clemence Bonnard versucht, den Vorfall möglichst diskret zu behandeln und Veras schlechte Prüfungsergebnisse als Erklärung vorzuschieben. Doch Kommissar Pallot merkt schnell, dass mehr dahintersteckt: Vera ist eine hochbegabte Pianistin und die Lieblingsschülerin von Clemences Ehemann Paul, einem Musiklehrer und erfolglosen Komponisten. Zwischen Lehrer und Schülerin hat sich eine intensive Beziehung entwickelt. Vera ist in Paul verliebt – und auch er genießt ihre Bewunderung weit mehr, als er seiner Frau gegenüber zugibt.
Der Fall bringt zugleich alte Konflikte ans Licht. Schon vor mehr als zwanzig Jahren liebte Jeanne, die heute ebenfalls am Pensionat unterrichtet, Paul; Clemence spannte ihn ihr damals aus. Nun wiederholt sich die Geschichte mit vertauschten Rollen. Vera hat Clemence sogar offen erklärt, diese habe Paul schließlich nicht „gepachtet“. Als Clemence ihr jedoch die Illusionen über Paul nimmt und sie mit den Wahrheiten hinter seiner Ehe und seinen romantischen Schwärmereien konfrontiert, bricht Veras Weltbild zusammen. Sie flieht an einen früheren Treffpunkt und denkt daran, sich das Leben zu nehmen.
Schließlich kehrt Vera zurück. Ausgerechnet Jeanne hilft ihr zu erkennen, dass die unerfüllte Liebe nicht das Ende ihres Lebens sein muss. Vera entscheidet sich, nach Paris zu ihrem Vater zu fahren und ihre musikalische Karriere weiterzuverfolgen. Mit einem leisen „Salut“ verabschiedet sie sich von Paul und ihren Jugendträumen. Für die Erwachsenen dagegen geht das komplizierte Geflecht aus Ehe, Freundschaft, Eifersucht, Selbsttäuschung und gegenseitiger Rücksichtnahme weiter