Bankett im Bristol

Lustspiel in vier Akten

Hans Adler

Ein fingiertes Bankett, ein falscher Millionär und ein arbeitsloser Bankangestellter, der plötzlich für einen Mann mit besten Beziehungen gehalten wird.
Der junge Bankangestellte Paul Lichtenegger verliert bei der Wiener Trustbank seinen Posten. Ausgerechnet jetzt lernt er Mary, die Tochter des amerikanischen Millionärs John Wallner, kennen und verliebt sich in sie. Um ihr näherzukommen, inszeniert Paul im Hotel Bristol ein großes Bankett zu ihren Ehren – obwohl er weder Geld noch Gäste dafür hat. Was als romantischer Schwindel beginnt, entwickelt jedoch eine erstaunliche Eigendynamik: Durch eine Reihe von Missverständnissen hält man Paul plötzlich für einen Vertrauten des geheimnisvollen Millionärs, und die einflussreichsten Männer der Stadt suchen seine Nähe.

Als dann auch noch Marys Onkel Prohaska irrtümlich für John Wallner gehalten wird, ist das Verwirrspiel perfekt. Paul bekommt unverhofft geschäftliche Chancen und wird Teilhaber an Lampls angeschlagenen Textilwerken. Doch er weigert sich, aus seiner Beziehung zu Mary und dem Vermögen ihres Vaters Kapital zu schlagen: Er will sein Glück aus eigener Kraft machen. Am Ende erscheint der echte John Wallner und sorgt für die Aufklärung – und zeigt sich von dem jungen Mann, der seine Millionen gerade nicht haben will, ausgesprochen beeindruckt.