Eine rasante Theaterkomödie über Eifersucht, Wahrheit und die Frage: Wer spielt hier eigentlich noch eine Rolle?
m Tivoli-Theater steht die Uraufführung von „Glauben Sie, dass Justus normal ist …?“ bevor – einem Lustspiel, das Theaterdirektor Engelbert Claudy nicht nur geschrieben hat, sondern in dem er auch selbst die Hauptrolle spielt. Doch ausgerechnet am Premierenabend ist der Direktor zunächst spurlos verschwunden. Hinter der Bühne liegen die Nerven blank, während das ausverkaufte Haus ungeduldig auf den Beginn wartet.
Als Claudy endlich erscheint, wird schnell klar, was ihn aufgehalten hat: Er verdächtigt seine Frau und Bühnenpartnerin Blandine Sternau, ihn zu betrügen. Ein Detektiv hat sie heimlich beobachtet, und für den eifersüchtigen Ehemann steht fest, dass sie ihm etwas verheimlicht. Blandine bestreitet alles – und ausgerechnet Schauspielkollege Rauschenbusch gerät zunehmend in den Mittelpunkt seines Verdachts.
Die Vorstellung muss trotzdem beginnen. Und damit nimmt das Chaos seinen Lauf: Auf der Bühne spielt Claudy den Professor Justus Dietlein, der in seinem Stück ausgerechnet gegen die Lüge in der Ehe zu Felde zieht und für rückhaltlose Wahrheit zwischen Mann und Frau eintritt. Doch während die Schauspieler ihre Rollen spielen, brechen immer wieder ihre wirklichen Gefühle durch. Bühnenhandlung und Privatleben vermischen sich zunehmend, Eifersucht und Verdächtigungen dringen in die Vorstellung ein – und das Publikum hält das höchst reale Ehechaos für brillante Schauspielkunst. Das Stück wird zu einer turbulenten Komödie über Theater und Wirklichkeit, in der bald niemand mehr genau weiß, wo die Rolle aufhört und das wirkliche Leben beginnt.