Blasius oder Man soll die Norm erfüllen, selbst wenn man daran sterben müsste

Komische Tragödie für Mutter und Sohn

Georg Maria Hofmann

„Was durch bewusste Überzeichnung der beiden Charaktere Mama und Blasius vorzüglich gelingt, ist die Aufdeckung jener angeblich pädagogisch gemeinten Verhaltensweisen, bei welchen Erziehungsmaximen zugleich zu Unterdrückungsmechanismen werden. […] Eine Psycho-Groteske, bei welcher tödlicher Ernst und Gaudium auf originelle, sehr theatergerechte und sinnliche Weise ineinander verwoben sind. Ein Text, der bei aller Übersteigerung psychologisch stimmig und doch, kauzig oder makaber, unterhaltend ist.“ (Neue Zürcher Zeitung 27. September 1984)

"Mein harmlos scheinendes Zwei-Personen-Stück "Blasius", komische Tragödie für Mutter und Sohn, uraufgeführt beim Steirischen Herbst 1984, wurde von der Studio-Bühne Villach übernommen und von dortaus in acht Städte der damaligen DDR eingeladen und dann mit dem Hinweis ausgeladen, dass das eine versteckte Satire auf den Staat und seine Untertanen sei: Mama als Staat dreht den Sohn, das Volk, durch den Fleischwolf. Das war bisher das schönste Kompliment, das ich auf eines meiner Stücke bekommen konnte."
(G.M.Hofmann, 2005)
„Eines der besten Stücke, das von einem österreichischen Autor in den letzten Jahrzehnten geschrieben worden ist. Wild! Theatergerecht! Gescheit!“
Wolfgang Bauer
„ … es setzte durchwegs exzellente Kritiken - ein Erfolg auf der ganzen Linie. Nahezu sämtliche Folgevorstellungen waren ausverkauft.“
Kärntner Tageszeitung, 1986
2H
Schauspiel
UA: 22.9.1984, Steirischer Herbst/Graz, Regie: Wolfgang Bauer